Hinter den Kulissen bei VOKSI: Wie aus einem Reißverschluss eine neue Idee von Nähe wurde
Es gibt diese Tage.
Die Sonne scheint. Das Baby schläft auf deiner Brust ein.
Die Welt wird für einen Moment etwas leiser und plötzlich fühlt sich alles leicht an.
Genau dieses Gefühl stand überraschenderweise am Anfang der Entwicklung einer neuen Babytrage aus Norwegen. Mit der Huddle hat VOKSI nicht einfach eine weitere Trage auf den Markt gebracht. Die Idee war deutlich grundsätzlicher: Wie kann Tragen einfacher, intuitiver und natürlicher werden – für Eltern und für ihr Baby?
Wir haben mit dem Team hinter der Huddle über die Entstehungsgeschichte gesprochen und wollten wissen, warum man eine Babytrage komplett neu denkt, obwohl es bereits unzählige Modelle gibt.
Was waren die ursprünglichen Gedanken hinter der Entwicklung der Huddle?
Trine Gedde Celius | Product Developer bei Voksi:
Die zentrale Frage war für uns: Wie können wir die wichtigsten Funktionen einer Babytrage von der Rückseite nach vorne verlagern und dadurch die Handhabung intuitiver und einfacher machen?
Bei klassischen Tragen sind lange Gurte oft im Weg und viele Einstellungen befinden sich auf dem Rücken. Genau dort, wo man sie selbst nur schwer erreicht. Unser Ziel war es deshalb, alle wichtigen Funktionen nach vorne zu holen. So haben Eltern jederzeit einfachen Zugriff auf ihr Baby, ohne sich zu verrenken oder hinter den Rücken greifen zu müssen.
Gleichzeitig wollten wir eine Trage entwickeln, die sowohl Mütter als auch Väter gerne tragen. Schließlich begleitet sie Familien jeden Tag. Sie sollte sich deshalb wie ein natürlicher Teil des Alltags und der eigenen Kleidung anfühlen – nicht wie ein rein funktionales Ausrüstungsstück.
Warum habt ihr euch für einen Reißverschluss entschieden und nicht für ein klassisches Tragesystem?
Trine:
Als wir begonnen haben, die Bedienung einer Babytrage komplett neu zu denken, haben wir verschiedene Möglichkeiten getestet, wie sich alle wichtigen Funktionen nach vorne verlagern lassen. Irgendwann haben wir einen frühen Prototypen vorne geöffnet und einen Reißverschluss eingesetzt, um das Herausnehmen des Babys zu vereinfachen.
Und plötzlich war da dieses Gefühl: "Das ist etwas anderes."
Die Trage ließ sich wie eine Jacke anziehen. Das Baby konnte unkompliziert hinein- und herausgenommen werden. Die langen Gurte waren nicht mehr im Weg und die Trage konnte sogar nach dem Herausnehmen des Kindes einfach weiter getragen werden.
Dieser Moment wurde zur Grundlage für die weitere Entwicklung der Huddle.



| Komfort für zwei Menschen – nicht nur für einen
Eine Babytrage muss nicht nur zu einem Baby passen. Sie muss zu ganz unterschiedlichen Eltern passen. Zu verschiedenen Körperformen. Zu unterschiedlichen Alltagssituationen. Und gleichzeitig zu einem Kind, das sich ständig weiterentwickelt.
Ergonomie spielt bei der Huddle eine große Rolle. Worauf habt ihr bei der Entwicklung besonders geachtet?
Trine:
Komfort war von Anfang an ein zentraler Bestandteil der Entwicklung – sowohl für das Baby als auch für die Eltern. Die Herausforderung bestand darin, eine Trage zu entwickeln, die für ganz unterschiedliche Körperformen und gleichzeitig für Babys in verschiedenen Entwicklungsphasen funktioniert. Deshalb haben wir früh Experten aus verschiedenen Fachbereichen eingebunden und eng mit Therapeuten zusammengearbeitet, die uns bei ergonomischen Fragen begleitet haben.
Besonders spannend war dabei, dass wir nicht nur eine Trage entwickelten, sondern gleichzeitig auch ein Kleidungsstück. Dieser Jackenansatz brachte viele zusätzliche Herausforderungen mit sich. Wir haben unglaublich viel ausprobiert und einige wirklich ungewöhnliche Prototypen gebaut. Oft reichte es schon, eine Naht um wenige Millimeter zu verschieben, um den Sitz für eine Person zu verbessern – und gleichzeitig neue ergonomische Herausforderungen für eine andere zu schaffen.
| Warum norwegisches Design oft so selbstverständlich wirkt
Wer sich die Huddle anschaut, entdeckt keine auffälligen Spielereien oder modischen Trends. Und genau das ist Absicht.
Wie lässt sich die norwegische Designtradition in ein Produkt übersetzen, das auch auf einer britischen High Street selbstverständlich wirkt?
Lina Aker | Head Designer bei Voksi:
Unser Ansatz basiert auf natürlichen Materialien, langlebiger Qualität und einer zeitlosen, unkomplizierten Formensprache – Werte, die über kulturelle Grenzen hinweg funktionieren. Die norwegische Designtradition ist stark geprägt von Einfachheit und Funktionalität: ein klarer Fokus auf grundlegende Bedürfnisse und auf Lösungen, die den Alltag tatsächlich erleichtern.
Die Zusammenarbeit mit Eltern in ganz Europa hat zudem gezeigt, wie ähnlich ihre Erfahrungen sind. Unabhängig vom Wohnort möchten Eltern das Beste für ihr Kind – und stehen gleichzeitig vor einer Flut an Ratschlägen und Meinungen. Am Ende findet jede Familie ihren eigenen Weg.
Genau dieses Spannungsfeld aus Einfachheit, Funktionalität und Vertrauen in die eigenen Instinkte ist tief in der norwegischen Designkultur verankert. Daraus entstehen Produkte, die ehrlich, alltagstauglich und verlässlich sind.

| Der versteckte Held der Huddle
Manche Funktionen fallen erst auf, wenn man sie im Alltag nutzt.
Gibt es ein Detail im Design, das sich als echter "Hidden Hero" erweisen wird?
Lina:
Ein solches Detail sind die seitlichen Gurte. Sie ermöglichen ein besonders sanftes und müheloses Anpassen der Trage. So entsteht ein natürliches Tragegefühl, das sich dem intuitiven Umgang mit dem Baby anpasst: enger und stabiler beim Gehen, lockerer und entspannter im Sitzen. Diese Funktion sorgt für mehr Flexibilität und Komfort – für Eltern ebenso wie für ihr Kind, über den gesamten Tag hinweg.
Zum Ende des Gespräches, wollten wir es noch etwas persönlicher wissen.
Wie sieht für VOKSI eigentlich der perfekte Mama-Sommertag mit der Huddle aus?
Trine:
Er beginnt ganz entspannt. Kein Zeitdruck. Keine Pläne. Nur ein langsamer Morgen mit Kuscheln im Bett, dem verschlafenen Lächeln des Babys und dem Gefühl, dass der Tag noch ganz offen vor einem liegt.
Später geht es hinaus an die frische Luft. Das Baby ganz nah am Körper in der Huddle. Vielleicht in den Park, ans Wasser oder einfach durch die Nachbarschaft. Der Ort spielt dabei eigentlich keine Rolle. Wichtig ist nur, gemeinsam draußen zu sein.
Es sind die kleinen Momente, die diesen Tag besonders machen: Das Baby schläft im Rhythmus der Schritte ein. Eine kleine Hand greift nach deinem Finger. Man bleibt stehen, um eine Blume zu betrachten oder den Vögeln zuzuhören. Mit freien Händen und dem Baby ganz nah erlebt man den Tag nicht nur. Man ist mittendrin.
Am Nachmittag kommt die Familie zusammen. Barfuß auf einer Picknickdecke im Gras. Lachen, frische Luft und Zeit miteinander. Nichts Spektakuläres. Einfach die Dinge, die den Sommer so besonders machen.
Für uns ist das der perfekte Mama-Sommertag: Glückliche Kinder. Glückliche Eltern.
Fakten zur neuen VOKSI Huddle
Hinter jeder guten Idee steckt am Ende auch ein durchdachtes Produkt. Hier findest du die wichtigsten Fakten zur neuen VOKSI Huddle auf einen Blick.



- Anziehen wie eine Jacke – vollständiger Zugriff von vorne, keine störenden Gurte
- Rückenfreundlich für Eltern und Kind – AGR-zertifizierte Ergonomie
- Von Geburt bis ins Kleinkindalter (3,2 bis 15 kg) – ohne zusätzlichen Neugeborenen-Einsatz nutzbar
- Natürliche und atmungsaktive Materialien – 40% TENCEL™, 60% Baumwolle sowie atmungsaktives 3D-Mesh
- OEKO-TEX® Standard 100, Klasse 1 – geeignet für besonders empfindliche Babyhaut
- Skandinavisches Design aus Norwegen – ausgezeichnet mit dem Red Dot Design Award 2025




