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Kindersitz im Wohnmobil: So findet ihr die passende Lösung für eure Familie


 Mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein, bedeutet für viele Familien ein Stück Freiheit: losfahren, ankommen, draußen sein, gemeinsam Zeit haben. Doch sobald ein Baby oder Kleinkind mitreist, kommt ein Thema dazu, das im normalen Familienauto oft einfacher wirkt: der passende Kindersitz. 

Denn im Wohnmobil ist nicht jeder Sitzplatz automatisch für jeden Kindersitz geeignet. Beckengurte, Bodenfächer, drehbare Sitze, Tische, Möbel oder besondere Gurtpunkte können die Auswahl deutlich beeinflussen. Genau deshalb lohnt es sich, vor der Reise nicht nur über Route, Campingplatz und Packliste nachzudenken, sondern auch über die Frage: Wie fährt unser Kind im Wohnmobil wirklich sicher mit? 

Die gute Nachricht: Für viele Situationen gibt es passende Lösungen – wenn man weiß, worauf man achten muss.

Warum Wohnmobile besondere Anforderungen stellen

Ein Wohnmobil ist kein klassischer Pkw – und genau das merkt man beim Thema Kindersitz sehr schnell. Sitzplätze, Gurtsysteme, Bodenaufbauten, Möbel und Bewegungsfreiheit im Fahrzeug können sich je nach Modell stark unterscheiden. 

Für Familien bedeutet das: Ein Kindersitz sollte nicht nur zum Alter und zur Größe des Kindes passen, sondern vor allem zur konkreten Einbausituation im Fahrzeug. 

Gerd Mitter, Geschäftsführer von nachfolger mobility, kennt diese Herausforderung aus der Praxis: 

„In einem Wohnmobil sind die Sitze oft einzelgenehmigt. Isofix ist nicht automatisch vorhanden – auch bei neueren Modellen nicht. Genau deshalb spielen gegurtete Kindersitze im Campingbereich weiterhin eine wichtige Rolle.“ 

Deshalb lohnt sich vor der Auswahl immer ein genauer Blick ins Fahrzeug: Welche Sitzplätze sind freigegeben? Welche Gurte sind vorhanden? Gibt es Isofix, Bodenfächer oder besondere Einbauten? Erst wenn diese Fragen geklärt sind, lässt sich wirklich sinnvoll entscheiden, welcher Kindersitz passt.

Worauf ihr vor der Auswahl achten solltet

Bevor ihr euch für einen Kindersitz im Wohnmobil entscheidet, lohnt sich ein kleiner Fahrzeug-Check. Diese Punkte solltet ihr euch unbedingt anschauen:

  • Handbuch bereit halten / selbst lesen - welche Möglichkeiten habe ich überhaupt 
  • Wo soll das Kind im Auto/Van sitzen? -
Kann vorne der Airbag ausgeschaltet werden? / Wenn hinten (meist weiter von den Eltern entfernt als im Alltagsauto), muss jemand neben dem Kind sitzen können? Sind alle losen Gegenstände im Auto gut genug befestigt, dass das Kind nicht verletzt werden kann, wenn etwas passiert? 
  • Ist der Boden stabil genug für einen Sitz mit Standfuß? Wichtig bei Mobilen mit Bodenaufbau/Staufächern im Boden

  • Ihr habt Isofix in eurem Wohnmobil gefunden? Bitte überprüft im Fahrzeugschein, ob dieses auch eingetragen und somit zugelassen ist für die Sicherung von Kindersitzen. 
  • Möchtet ihr eine Babyschale oder einen Reboarder mit dem Fahrzeuggurt sichern? Bitte achtet darauf, dass der Fahrzeuggurt lang genug ist und das Gurtschloss nicht zu hoch sitzt.

  • Lässt sich ein vorhandener Esstisch komplett demontieren oder absenken? Wenn ja, baut ihn bitte aus. Wenn nein, dann empfehlen wir hier keinen Einbau vom Kindersitz. 
  • Ihr möchtet, dass euer Kind auf dem Beifahrersitz mitfährt?
Bitte schaut euch im Fahrzeughandbuch das Kapitel zu Kindersitzen/Kindersicherheit genau an und überprüft, ob ihr den Airbag ausschalten könnt.

! Besonders wichtig:

Nur weil ein Kindersitz grundsätzlich zugelassen ist, heißt das nicht automatisch, dass er in jedem Wohnmobil gut oder sicher eingebaut werden kann.

Warum Platz im Camper eine eigene Rolle spielt

Im Wohnmobil zählt jeder Zentimeter. Ein Kindersitz soll während der Fahrt sicher eingebaut sein – nach der Ankunft wird der Camper aber wieder zum Wohnraum. Genau hier entsteht im Alltag oft ein ganz anderes Bedürfnis als im Familienauto. 

Viele Familien möchten den Sitz nach der Fahrt möglichst schnell ausbauen und platzsparend verstauen können. Besonders bei längeren Reisen, kleinen Campern oder wechselnden Sitzplätzen kann das ein echter Vorteil sein. 

Auch das begegnet Gerd Mitter häufig: 

„Meistens geht es um die Platzverhältnisse. Der HyFive kann wunderbar kompakt gefaltet und weggepackt werden, das macht ihn so attraktiv für alle reisenden Eltern. Alle anderen Punkte kommen meistens noch dazu – gerade Beckengurte findet man noch öfter.“


HyFive von nachfolger: Wann ein aufblasbarer Reboarder im Camper sinnvoll sein kann

Ein Beispiel für einen Kindersitz, der genau für solche Reisesituationen spannend sein kann, ist der HyFive von nachfolger. Der HyFive ist ein aufblasbarer Reboarder, der mit dem Fahrzeuggurt befestigt wird und sich nach der Nutzung kompakt verstauen lässt. Für Familien, die mit Camper, Van oder Wohnmobil unterwegs sind, kann das im Alltag ein großer Vorteil sein.

Aus technischer Sicht beschreibt Gerd Mitter die wichtigsten Punkte so: 

„Er ist mit 4,6 kg sehr leicht und man kann ihn sehr schnell auf- und abbauen. Außerdem lässt er sich sehr platzsparend verstauen, wenn man angekommen ist und den Urlaub in vollen Zügen genießen will.“ 

Das macht den HyFive nicht automatisch zur richtigen Lösung für jede Familie. Aber er ist ein gutes Beispiel dafür, warum im Wohnmobil andere Kriterien wichtig sein können als im normalen Familienauto.

Nicht jedes Wohnmobil ist gleich

Während viele moderne Pkw heute auf i-Size und Isofix ausgelegt sind, gelten bei Wohnmobilen, Campern und umgebauten Transportern oft andere Voraussetzungen. Sitze, Möbel, Gurtpunkte und Fahrzeugaufbau können sehr unterschiedlich sein. Deshalb lässt sich nicht pauschal sagen: Dieser Kindersitz passt in jedes Wohnmobil. 

Gerd erklärt dazu:

„Die Zulassung konzentriert sich vorwiegend auf Pkw. Bei Campern und umgebauten Transportern stehen oft Möbel und andere Funktionen im Vordergrund. Der HyFive ist hier sehr flexibel und kann in fast jeder Situation verwendet werden."

Ein wichtiger Punkt ist dabei auch der Top-Tether. In manchen Fahrzeugen fehlen passende Ankerpunkte. In bestimmten Fällen können entsprechende Halteringe nachgerüstet werden – aber nur, wenn die Befestigung dafür zugelassen ist.

„Wichtig ist, dass die Halterung für 18 kg oder mehr zugelassen ist.“ 

Genau deshalb ist die Prüfung des konkreten Fahrzeugs so wichtig.

Drei Tipps vor der ersten Reise mit dem HyFive

Bevor ihr mit Kindersitz und Wohnmobil losfahrt, lohnt sich ein kleiner Probelauf. Gerd würde Familien vor der Reise vor allem diese Punkte mitgeben: 

  1. Vorher alles ausprobieren. Baut den Sitz nicht erst am Abreisetag zum ersten Mal ein. 
  2. Vor jeder Fahrt kurz kontrollieren. Sitzt alles fest? Sieht der Einbau stabil aus? 
  3. Technik prüfen. Beim HyFive gehören dazu auch Pumpe, Akku und Batterien. 

Ein besonderer Tipp von Gerd: 

„Am Ende der Reise nicht vergessen: Die Akkus in der Pumpe sollten mindestens zu 
50% geladen eingelagert werden. Wenn sie länger leer liegen – vielleicht sogar über den ganzen Winter – können sie schneller kaputtgehen.“